• Schwangerschaftsrechner

  • Schwangerschaftsrechner: Bestimmung von Geburtstermin und Vorsorge-Termine

    Klinische Funktion und Berechnungsgrundlage

    Der Schwangerschaftsrechner dient der tagesgenauen Bestimmung des aktuellen Gestationsalters (Schwangerschaftswoche, SSW) sowie des errechneten Geburtstermins (ET). Die Kalkulation erfolgt wahlweise über die Eingabe der letzten Menstruation unter Berücksichtigung der individuellen Zykluslänge (erweiterte Naegele-Regel) oder durch Rückrechnung eines bereits bekannten Entbindungstermins. Zusätzlich wird der gesetzliche Wochenbett-Zeitraum (56 Tage post partum) definiert.

    Ihre Schwangerschaftsvorsorge-Daten

    Der Rechner erstellt Ihnen einen Plan mit den Datumsbereichen für die standardmässig durchgeführten Vorsorgetermine. Es werden die jeweiligen Zeitfenster für die Planung der entsprechenden Kontrollen ausgegeben. Dazu gehören:

    • Nicht-invasive Pränataldiagnostik (NIPD): Zellfreie DNA-Analyse, möglich ab exakt 10+0 SSW.
    • Ersttrimestertest: Differenzierte Sonografie (inkl. Nackentransparenzmessung) und Biochemie, möglich im Zeitfenster 11+6 bis 13+6 SSW.
    • Organscreening: Weiterführende Fehlbildungsdiagnostik (Feinultraschall) zwischen 20+0 und 23+0 SSW.
    • Metabolisches Screening: Oraler Glukosetoleranztest (oGTT) zum Ausschluss eines Gestationsdiabetes zwischen 26+0 und 28+6 SSW.
    • Infektions-Screening: Vaginalabstrich auf Beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe B (GBS) ab 36+0 SSW.

    Medizinische Einordnung

    Die rechnerische Ermittlung des Geburtstermins anhand der Menstruationsanamnese unterliegt biologischen Schwankungen (z. B. verzögerte Ovulation). Der definitive, klinisch bindende Entbindungstermin wird im Rahmen der Früh-Schwangerschaftskontrolle mittels sonografischer Scheitel-Steiss-Längen-Messung (SSL) verifiziert und bei einer Diskrepanz von mehr als sieben Tagen entsprechend korrigiert.