• Kompetenzzentrum für Endometriose in Bern

    "When it comes to pain, it is important to believe until proven false, rather than disregard until proven true"

    Britanny Burr - Voices of Endometriosis
  • Endometriose-Expertise in Bern: Unser Behandlungsansatz

    Bei GynaeXcellence verstehen wir Endometriose nicht nur als medizinische Diagnose, sondern als individuelle Herausforderung für Ihre Lebensqualität. Wir legen Wert auf eine Betreuung, die wissenschaftliche Präzision mit menschlicher Kontinuität verbindet.

    Diagnostik mit Kontinuität: Von der Erstabklärung bis zur Begleitung

    Wir begleiten Frauen mit langjährig bekannter Endometriose und widmen uns ebenso der differenzierten Abklärung bei neuen Patientinnen, die mit einem Verdacht auf Endometriose zu uns finden. Für uns haben Professionalität und eine lückenlose Betreuung oberste Priorität – damit Sie sich zu jedem Zeitpunkt sicher und verstanden fühlen.

    Hochspezialisierter Ultraschall als diagnostischer Fokus

    Der Ultraschall ist das Herzstück unserer täglichen Arbeit. Durch unsere jahrelange Erfahrung in der Endometriose-Sonographie erkennen wir oft deutlich mehr, als gemeinhin angenommen wird. Er ist unser wichtigstes Werkzeug – nicht nur für die präzise Diagnostik, sondern auch für die detaillierte Planung operativer Eingriffe, um höchste Sicherheit zu gewährleisten.

    Massgeschneiderte Strategien für Ihre Lebensqualität

    Jede Endometriose ist anders. Basierend auf Ihrem Beschwerdebild, Ihrer Lebenslage und Ihren persönlichen Bedürfnissen erarbeiten wir eine individuelle Behandlungsstrategie. Ob konservativ oder chirurgisch: Wir wählen den Weg, der Ihre Beschwerden effektiv bekämpft, ohne unnötig zu belasten. Unser Ziel ist es, Ihre Lebensqualität nachhaltig zu steigern – nach dem Prinzip: So viel Hilfe wie nötig, so wenig Eingriff wie möglich.

    Unser Ziel bei GynaeXcellence ist es, gemeinsam mit Ihnen den Weg zu finden, der Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden am besten unterstützt.“

  • Leiden Sie unter Endometriose?

    Endometriose kann schwierig zu verstehen sein. Aufgrund zahlreicher Ausprägungen und Symptome gibt es verschiedene Auffassungen darüber, was diese Erkrankung ausmacht. Wir verstehen die Endometriose als Spektrum-Erkrankung. In diesem Abschnitt versuchen wir, unser Verständnis ein wenig darzustellen.

    Die Symptome der Endometriose sind sehr vielfältig und variabel.

    Direkte Symptome: Unterbauchschmerzen, Gebärmutter-Krämpfe, Schmerzen beim Sex, Schmerzen beim Sport oder anderen Aktivitäten, Blutungsprobleme, chronische Entzündungsreaktion, Probleme durch Befall von Darm, Blase, Zwerchfell, Lunge, selten anderer Organe.

    Die starken Gebärmutter-Krämpfe können zu ausstrahlenden Schmerzen im unteren Rückenbereich und den Beinen führen

    Symptome aufgrund der übermässigen Gebärmutteraktivität: Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Kaltschweissigkeit, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit

    Folgesymptome der Entzündungsreaktion:

    • Blasenprobleme mit Harndrang, chronischen Blasenschmerzen, Probleme mit der Blasenentleerung
    • Darmfunktionsstörungen mit Durchfall und/oder Verstopfung, Blähungen (wie Reizdarmbeschwerden)
    • Verklebungen zwischen den einzelnen Organen (Eileiter, Eierstöcke, Gebärmutter, Darm)
    • Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Fieber, Kopfschmerzen und viele mehr

    Weitere Auswirkungen: verspannte Haltemuskulatur, Nackenschmerzen, Nervenschmerzen, Schmerzen in den Beinen teils mit begleitender Schwäche,

    Häufige gleichzeitig auftretende Probleme: Unverträglichkeit von Lebensmitteln, gestörte Darmflora, Folgen einer gestörten Darmflora mit Auswirkungen auf den gesamten Körper inklusive psychischer Gesundheit (z. B depressive Verstimmungen, chronische Müdigkeit)

  • Spezialisierte Diagnostik – Anamnese und Ultraschall als Schlüssel zur Diagnose

    Die Anamnese: Das Fundament Ihrer individuellen Behandlung

    Aufgrund der ausgeprägten Heterogenität der Endometriose steht am Beginn jeder Diagnostik ein ausführliches Gespräch – die medizinische Anamnese.

    • Symptome als diagnostischer Wegweiser: Die klinischen Anzeichen der Endometriose sind so individuell wie die Patientinnen selbst. Ihre Schilderungen liefern uns entscheidende Hinweise auf die Lokalisation und den Charakter der Läsionen. Ob zyklusspezifische Beschwerden, Schmerzen bei bestimmten Bewegungen oder organbezogene Symptome – jede Nuance hilft uns dabei, die Situation besser zu verstehen.
    • Präzision in der Therapieplanung: Eine erfolgreiche Therapie beginnt mit dem Verständnis Ihrer persönlichen Situation. Erst durch eine detaillierte Erfassung Ihrer Schmerzhistorie, Ihrer aktuellen Lebenslage und Ihrer Ziele – wie beispielsweise der Wunsch nach Schmerztherapie oder die Realisierung eines Kinderwunsches – lässt sich eine wirklich massgeschneiderte Behandlungsstrategie entwickeln.

    Ergänzend zur Anamnese ist eine klinische Untersuchung, insbesondere eine gezielte vaginale Tastuntersuchung, ein hilfreicher Baustein, um erste physische Hinweise auf Verhärtungen oder schmerzhafte Areale zu gewinnen.

    Transvaginaler Ultraschall: Unser wichtigstes Instrument

    Das Herzstück unserer Diagnostik ist die hochspezialisierte transvaginale Ultraschalluntersuchung. Damit können wir die Gebärmutter, die Eierstöcke und die gesamte Region des kleinen Beckens praktisch direkt erreichen und im Detail einsehen.

    Im Gegensatz zu statischen Verfahren ermöglicht uns der Ultraschall eine dynamische Beurteilung:

    • Organbeweglichkeit: Wir können direkt erkennen, wie die Organe gegeneinander gleiten oder ob Verwachsungen die natürliche Beweglichkeit einschränken.
    • Druckschmerz-Identifikation: Durch gezielten Kontakt mit der Ultraschallsonde können wir schmerzhafte Regionen lokalisieren. Diese Informationen sind für eine verlässliche Diagnose der Endometriose von grosser Wichtigkeit und können für weitere Therapieentscheidungen sehr wichtig sein.

    MRI: Gezielte Ergänzung in Sonderfällen

    Obwohl der Ultraschall in den Händen eines Experten die primäre Informationsquelle darstellt, führen wir in seltenen Fällen ergänzend eine Magnetresonanztomografie (MRI) durch. Dies ist vor allem dann indiziert, wenn:

    • Endometrioseherde an Stellen vermutet werden, die sonografisch schwer erreichbar sind (z.B. Zwerchfell oder Nervenwurzeln).
    • Ein komplexer, interdisziplinärer Eingriff mit anderen Fachdisziplinen (z.B. Chirurgie oder Urologie) geplant werden muss.

    Behandlungsstrategien: Von der medikamentösen Steuerung bis zur Chirurgie

    Schulmedizinisch bestehen grundsätzlich 3 Möglichkeiten zur Behandlung der Endometriose.

    • Eine hormonelle Therapie mit einer reinen Gestagenpille unterdrückt den Zyklus und reduziert damit die Stimulation der Endometriose deutlich. Manchmal ist auch eine Hormonspirale eine gute Option, denn diese enthält ebenfalls ein Gestagen. Die im Körper wirksame Dosis ist deutlich geringer als mit der Pille, dafür wirkt sie fast nur auf die Gebärmutter und deutlich weniger auf die Umgebung.
    • Es gibt Medikamente, mit denen in seltenen Fällen der Zyklus komplett unterdrückt werden kann, sodass die Hormonproduktion der Eierstöcke vorübergehend ausgesetzt wird.
    • Schliesslich ist eine Operation (Laparoskopie) eine Möglichkeit, um Endometrioseherde zu entfernen. Wenn kein Kinderwunsch (mehr) besteht, kann es manchmal auch sinnvoll sein, die Gebärmutter mit zu entfernen.

    Weiter besteht eine Vielzahl an Möglichkeiten um auf die Beschwerden Einfluss zu nehmen:

    • entzündungshemmende Ernährung
    • bioidentische Hormone
    • komplementärmedizinische Methoden, z.B. TCM, Osteopathie
    • pflanzliche Substanzen, z.B. Frauenmantel, Gänsefinger, Mönchspfeffer, Hirtentäschel

    Roboterchirurgie bei komplexen Erkrankungen

    Seit Jahren arbeiten wir bei gewissen Endometriose-Operationen mit dem DaVinci Operationsroboter. Besonders bewährt hat sich diese Technik bei hochkomplexen Eingriffen, speziell bei einem sogenannten «Frozen pelvis». Patientinnen mit «Frozen pelvis» weisen ausgeprägteste Verwachsungen auf. Zudem ist die Anordnung der Organe im Unterleib verzerrt. Auch Blase, Darm, Harnleiter und Nerven können betroffen sein. In der Folge kann es zu langen Operationszeiten sowie einem höheren Risiko für Komplikationen kommen. Vorteile der roboter-assistierten Operationstechnik sind bessere Zugänglichkeit durch bewegliche Instrumente, eine verbesserte Sicht und eine bessere Kontrolle für die Präparation von feinen Strukturen.

    Alle Behandlungsmöglichkeiten haben auch mögliche Nebenwirkungen und Risiken. Darum wählen wir für jede Patientin eine auf ihre individuellen Beschwerden, Wünsche, Lebenslage und zukünftigen Ziele abgestimmte Therapie.

  • Wichtige Fragen

  • Das Buch "Hormonfreie Behandlungsmöglichkeiten bei Endometriose"

    Buch Hormonfreie Behandlung Endometriose Dr. Verta

    Hormonfreie Wege: Ein Praxis-Leitfaden für Patientinnen

    erhältlich bei uns in der Praxis

    Viele Frauen suchen nach wirksamen Alternativen zur klassischen Hormontherapie, sei es aufgrund von Nebenwirkungen oder dem Wunsch nach einem ganzheitlicheren Behandlungsansatz. Das Buch „Hormonfreie Behandlungsmöglichkeiten bei Endometriose“ von Dr. med. Stephanie Verta ist eine Sammlung langjähriger Praxiserfahrung und wissenschaftlicher Erkenntnisse.

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    Ganzheitliche Begleitung: Lebensqualität und Selbstwirksamkeit

    Endometriose betrifft nicht nur den Körper, sondern beeinflusst den gesamten Alltag und das emotionale Wohlbefinden. Unser Ziel ist es, Sie über die medizinische Behandlung hinaus zu unterstützen, Schmerzkreisläufe zu durchbrechen und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu steigern.

    Spezialisierte Endometriose-Beratung

    Die Diagnose Endometriose wirft oft viele Fragen auf: Wie gehe ich mit chronischen Schmerzen um? Was bedeutet die Erkrankung für meinen Kinderwunsch oder meine Partnerschaft? In unserer dedizierte Endometriose-Beratung nehmen wir uns die Zeit, die im klinischen Alltag oft fehlt. Gemeinsam entwickeln wir Strategien zur Krankheitsbewältigung und zur Optimierung Ihres Lebensstils – fundiert, empathisch und individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten.

    Shiatsu: Körpertherapie bei chronischen Schmerzzuständen

    Als wertvolle Ergänzung zur klassischen Therapie bieten wir in unserer Praxis Shiatsu an. Diese ganzheitliche Körpertherapie setzt am vegetativen Nervensystem an und kann helfen:

    • Schmerzmuster zu lösen: Durch achtsamen Druck werden Spannungen im Beckenraum und im gesamten Körper adressiert.
    • Das Nervensystem zu regulieren: Die tiefe Entspannung unterstützt den Körper dabei, aus dem Modus der chronischen Schmerzbelastung auszusteigen.
    • Die Körperwahrnehmung zu stärken: Ein besseres Gespür für die eigenen Grenzen und Bedürfnisse ist ein wesentlicher Faktor in der Schmerzbewältigung.

    „Die Kombination aus medizinischer Exzellenz und begleitenden Therapieformen ermöglicht einen ganzheitlichen Weg, der nicht nur die Läsionen bekämpft, sondern die Frau als Ganzes ins Zentrum rückt.“

    Selbshilfegruppe Endo-Help - Schweizerische Endometriose-Vereinigung

    Endometriose Bern Selbsthilfegruppe Endo-Help

    Über die Jahre haben wir eine enge Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe-Gruppe Endo-Help aufgebaut und freuen uns, dies auch in Zukuft weiter zu pflegen.

    «Pain is whatever the experiencing person says it is, existing whenever and wherever the person says it does»

    Margo McCaffery, 1968

    Wissenschaft & Forschung

    Als spezialisierte Praxis für Endometriose in Bern ist uns der fachliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen ein grosses Anliegen. Eine frühzeitige Diagnose und eine abgestimmte Therapie gelingen am besten durch eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Mediziner.

    In unseren Beiträgen für die Fachzeitschrift «Der Luzerner Arzt» vermitteln wir unsere klinische Erfahrung und unser spezifisches Verständnis von Morphologie, Diagnostik und Therapie. Diese Publikationen dienen dazu, die Komplexität der Endometriose greifbar zu machen und moderne, wissenschaftlich basierte Behandlungswege in den Fokus der medizinischen Grundversorgung zu rücken.

    Endometriose-Diagnostik Ultraschall Bern GynaeXcellence

    Eine umfassende Standortbestimmung zu Entstehung, moderner Diagnostik und aktuellen Therapiestrategien.

    Dieser Grundlagenartikel beleuchtet den gesamten Weg von der ersten Symptomatik bis zur erfolgreichen Therapie. Wir diskutieren die Schwierigkeiten bei der Diagnosestellung, die Rolle der spezialisierten Bildgebung und wägen konservative gegenüber operativen Therapieoptionen ab. Ein essenzieller Beitrag für alle, die eine fundierte Übersicht über das Krankheitsbild suchen.

    Fachartikel Endometriose Bern GynaeXcellence

    Einblicke in die Pathophysiologie und die klinische Relevanz der Archimetrose-Hypothese.

    In dieser Publikation präsentieren wir unser spezifisches Verständnis der Endometriose auf Grundlage der Archimetrose-Hypothese. Wir erläutern den Mechanismus von Gewebeverletzung und -reparatur (TIAR) und wie kleine Störungen in der Gebärmuttermuskulatur weitreichende Folgen im gesamten Beckenraum haben können. Dieser Artikel bildet das theoretische Fundament für unsere individualisierten Behandlungsstrategien.

    Facharikel Endometriose Histologie Bern GynaeXcellence

    Wie mikroskopische Gewebebefunde unser Verständnis der verschiedenen Erscheinungsformen prägen.

    Anhand von mikroskopischen Aufnahmen und histologischen Analysen dokumentieren wir die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Endometriose. Wir erklären, warum die rein makroskopische Sicht (was man bei einer Operation mit dem Auge sieht) oft nur die Spitze des Eisbergs ist und warum die Untersuchung unter dem Mikroskop für die Einordnung der Schwere der Erkrankung und die Wahl der richtigen Therapie von grösster Wichtigkeit ist.