• Urogynäkologie in Bern:

    Beckenboden-Zentrum GynaeXcellence

    Das Spezialgebiet für Harnblase, Darm und Beckenboden

  • Themen

    Die Urogynäkologie befasst sich mit verschiedenen Themen, welche die Funktion des Beckenbodens und der Harnblase und des Darmes betreffen.

    50% der Frauen ab der Menopause sind von Beckenbodenproblemen betroffen. Da es ein Tabu-Thema ist, wird es dennoch häufig nicht angesprochen. Die Lebensqualität wird durch Beckenbodenprobleme häufig massiv eingeschränkt. In vielen Situation führt eine Therapie zu einem dauerhaften Erfolg.

    We offer comprehensive diagnostics and individual therapy approaches for endometriosis, to relieve pain and improve quality of life. Endometriosis treatment Our services We are a gynecological practice with a focus on endometriosis, pelvic floor, hormone therapy.

    Stress-Urin-Inkontinenz

    Bei der sog. Stress-Urininkontinenz oder auch Belastungsinkontinenz kommt es zu Urinverlust, wenn z.B. durch Niesen oder Husten Druck auf die Blase entsteht und die Harnröhre zu wenig Kraft hat, um dicht zu halten.

    Our specialists help you with targeted exercises and therapies to strengthen the muscles of the pelvic floor and alleviate complaints. pelvic floor rehabilitation Our services We are a gynecological practice with a focus on endometriosis, pelvic floor, hormone therapy.

    Überaktive Blase (Drangblase)

    Bei der überaktiven Blase besteht ein häufiger oder ständiger verstärkter Harndrang. Vor allem wenn eine Überaktivität des Blasenmuskels besteht, kann es auch zu Urinverlust kommen.

    We offer tailored hormone therapies to balance hormonal imbalances and promote your health. Hormone therapy Our services We are a gynecological practice with a focus on endometriosis, pelvic floor, hormone therapy.

    Blasenentzündungen

    Die Mehrheit der Frauen sind irgendwann in ihrem Leben von einer Blasenentzündung betroffen. Viele leiden unter immer wiederkehrenden oder chronischen Blaseninfektionen. Beschwerden können komplett fehlen, oft kommt es aber zu Problemen mit Harndrang und Blasenschmerzen. Insbesondere wiederkehrende und chronische Blasenentzündungen sollten konsequent behandelt werden.

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    Interstitielle Zystitis

    Die interstitielle Zystitis ist eine chronische Entzündung der Harnblase, die sich durch chronische Schmerzen und ständigen Harndrang äussert. Eine konsequente und oft längerfristige Therapie ist notwendig, um die Harnblase zu regenerieren. Die Ursache einer interstitiellen Zystitis ist teilweise unklar, nicht so selten wird sie durch wiederkehrende Blasenentzündungen ausgelöst.

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    Beckenboden-Senkungen

    Vor allem ab der Menopause kommen Beckenbodensenkungen sehr häufig vor. Sie äussern sich durch ein Druckgefühl und Fremdkörpergefühl in der Scheide. Bei fortgeschrittenerer Senkung (häufig auch als Vorfall bezeichnet) kann auch die Scheidenwand oder der Muttermund über den Scheideneingang hinaus hervortreten.

    Senkungen machen teilweise keine Beschwerden, können aber als Folge Blasen- und Darmentleerungsprobleme verursachen.

    Die Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild.

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    Darmentleerungsstörung und Stuhlregulation

    Auch die Darmfunktion ist ein wichtiges Thema in der Urogynäkologie. Eine zentrale Rolle für die Beschwerdefreiheit spielt die Stuhlkonsistenz, welche durch zahlreiche Massnahmen beeinflusst werden kann.

    Bei einer Senkung der hinteren Scheidenwand (Rektozele) kann sich der Stuhl in einer anatomischen Ausbuchtung fangen (Outlet-Symptomatik). Dies führt zu einer Blockade und dem Gefühl, sich nicht vollständig entleeren zu können. Verbleibende Stuhlreste führen im Verlauf häufig zu ungewolltem Nachschmieren.

  • Von der Untersuchung zur Behandlung

    Bei der Behandlung von Beschwerden in der Urogynäkologie steht die Lebensqualität im Vordergrund. Beckenbodenprobleme können keinerlei Beschwerden verursachen, aber auch stark störend und einschränkend sein. Eine genaue Untersuchung und Abklärung ist wichtig, um eine passende Behandlung anbieten zu können. Sämtliche hier beschriebenen Abklärungen und Therapien bieten wir Ihnen an.

    Abklärungen

    Je nach Situation gibt es verschiedene spezifische Abklärungen in der Urogynäkologie.


    Anamnese

    An erster Stelle steht eine genaue Erhebung der Beschwerden und Probleme in einem persönlichen Gespräch. Diese sog. Anamnese ist sehr wichtig, denn die weiteren Abklärungen und Behandlungen orientieren sich sehr stark an den Symptomen.

    In diesem Zusammenhang bitten wir Sie möglicherweise, für 2-3 Tage ein Protokoll über Ihre Trink- und Urinmengen zu führen.

    Untersuchung

    Eine Untersuchung der Vulva und der Scheide wird durch genaues Anschauen, Tasten und allenfalls mit dem Scheidenspiegel durchgeführt. Dabei geht es darum zu erfassen, ob Veränderungen bestehen und insbesondere, ob und wie sich die Scheidenwände, die Blase, der Enddarm und die Gebärmutter senken.

    Ultraschall

    Mit dem Ultraschall lassen sich Strukturen des Beckenbodens sowie der Bezug zueinander darstellen. Ein wesentlicher Vorteil des Ultraschalls ist, dass es eine dynamische Untersuchung ist, welche die Beweglichkeit des Gewebes darstellen kann.

    Urinuntersuchung

    Die Untersuchung des Urins mit Schnelltest, unter dem Mikroskop im Labor sowie durch Urinkultur geben wichtige Hinweise bei Blasenentzündungen wie auch bei der interstitiellen Zystitis.

    Uroflow - Moderne Harnflussmessung mit der Flow-Clean Mess-Toilette

    Eine Toilette, die mehr kann: Für die Untersuchung Ihrer Blasenentleerung setzen wir bei GynaeXcellence auf die moderne Flow-Clean Mess-Toilette von UroSciences. Sie verbindet präzise Messtechnik mit dem Komfort einer vertrauten Toilettensituation.

    Sie benutzen die Toilette wie gewohnt – in Ruhe und mit geschützter Privatsphäre. Währenddessen zeichnet das System automatisch auf, wie schnell der Urin fliesst, welche Menge Sie ausscheiden und wie lange die Blasenentleerung dauert. Die sogenannte Uroflowmetrie ist schmerzfrei und erfolgt ohne Katheter.

    Die aufgezeichnete Harnflusskurve liefert uns wichtige Hinweise auf Ihre Blasenentleerung. Ergänzend messen wir mit Ultraschall, ob nach dem Wasserlassen Urin in der Blase zurückbleibt.

    Urodynamik

    Die Urodynamik ist eine Spezial-Untersuchung, welche die Funktion der Blase darstellt. Es ist eine sog. Blasendruckmessung. Mithilfe eines dünnen Mess-Katheters können Drücke an verschiedenen Stellen gemessen werden. Dabei wird die Harnblase langsam gefüllt. Auch der Verschlussdruck der Harnröhre kann gemessen werden. Zur Darstellung kann auch eine Überaktivität der Blase kommen. Eine urodynamische Untersuchung ist beispielsweise dann wichtig, wenn es darum geht, genauer zu unterscheiden, aus welchen Gründen eine Urininkontinenz besteht.

    Blasenspiegelung (Zystoskopie)

    Mit einer dünnen Optik, welche durch die Harnröhre in die Blase eingeführt werden kann, ist es möglich das Innere der Harnblase zu sehen und zu beurteilen.

    Flow-Clean Mess-Toilette von UroSciences zur Harnflussmessung in der urogynäkologischen Praxis GynaeXcellence in Bern

    Die Flow-Clean in unserer Praxis

    Behandlungen

    Es bestehen eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten, wobei sich die Therapie stark an den Beschwerden orientiert.

    Grundlegend ist es bei Frauen nach der Menopause meistens sinnvoll, eine Vaginalcreme mit Oestriol anzuwenden. Oestriol ist eine lokal wirksame Form von Oestrogen und hilft die Vaginalhaut, die Vaginalflora und die Harnröhre aufzubauen.


    Stress-Urininkontinenz

    • An erster Stelle steht bei der Stressinkontinenz häufig eine gezielte Beckenbodenphysiotherapie bei einer dafür spezialisierten Physiotherapeutin.
    • Als konservative (also nicht-operative) Therapie können in gewissen Situationen sog. Pessare angewendet werden. Pessare sind Körper aus Silikon oder Schaumstoff, welche in die Vagina eingelegt werden können um die Harnröhre zu stützen. Pessare sind typischerweise dann geeignet, wenn die Stressinkontinenz situativ z.B. beim Sport auftritt oder als vorübergehende Behandlung bis zu einer Operation.
    • Operative Therapien sind die Einlage eines sog. TVT-Bandes (TVT = tension-free vaginal tape) oder die Unterspritzung der Harnröhre mit Bulkamid®. Das TVT-Band ist ein Kunsstoff-Band, welches unter der Harnröhre durchgezogen wird und einen Ersatz für Bindegewebe darstellt. Mit dem Band kann eine sehr hohe Erfolgsrate bei geringem Risiko für Komplikationen erreicht werden. Bulkamid® ist ein Flüssig-Kunssstoff, welcher ein Gel bildet (Bulkamid® besteht zu 97% aus Wasser). Dieses Gel kann unter die Harnröhre gespritzt werden, damit diese enger wird und dadurch wieder besser dicht hält. Bulkamid® ist weniger effektiv als ein TVT-Band, ist dafür mit einem noch viel geringeren Risiko für Komplikationen verbunden und kann auch bei Bedarf mit einem TVT-Band kombiniert werden.

    Überaktive Blase

    Bei der Behandlung der überaktiven Blase ist es wichtig zu beachten, ob es eine erkennbare Ursache des Problems gibt. Wenn wiederkehrende oder chronische Blaseninfektionen bestehen, bringt die konsequente Behandlung häufig eine wesentliche Verbesserung. Wenn kein Grund erkennbar ist, kommen verschiedene weitere Behandlungsoptionen infrage:

    • Verhalten bezüglich Trinken und Blasenentleerung anpassen
    • eine medikamentöse Therapie mit Substanzen, welche die Blasenmuskulatur beruhigen
    • "Periphere Tibialis-Nerven-Stimulation" (PTNS): Mit einem feinen Strom wird der Tibialis-Nerv an der Innenseite des Unterschenkels stimuliert. Damit kann eine Reizblase in vielen Fällen positiv beeinflusst werden. Warum diese Wirkung zustande kommt, ist schlussendlich nicht klar, könnte aber damit zusammenhängen, dass der Tibialisnerv sehr nahe an den Nerven ins Rückenmark einmündet, welche auch die Harnblase versorgen. Ein wichtiger Punkt bezüglich dieser Thrapie ist, dass sie praktisch nebenwirkungsfrei ist.
    • Botox-Injektion in die Harnblase: Botox ist ein starkes Nervengift und lähmt alle Muskeln, in die es gespritzt wird. Diese Wirkung von Botox macht man sich zunutze bei der überaktiven Blase. Ein Teil der überaktiven Muskulatur kann gelähmt werden. Dadurch hat Botox eine sehr gute Wirkung. Die Injektion wird mit einer Zystoskopie (Blasenspiegelung) über eine feine flexible Nadel durchgeführt.

    Wiederkehrende oder chronische Blasenentzündungen

    Bei wiederkehrenden oder chronischen Blasenentzündungen ist die Schutzschicht, welche die Harnblase innen auskleidet, häufig geschädigt. Dadurch können sich Bakterien einfacher in der Blase festsetzen und sind dort nur noch schwierig loszuwerden. Je häufiger Blaseninfektionen auftreten, desto eher kommt es im weiteren Verlauf erneut zu solchen. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist es wichtig, eine konsequente Behandlung durchzuführen. Es gibt eine grosse Anzahl an pflanzlichen Substanzen, welche über längere Zeit eingenommen die Häufigkeit von Blaseninfektionen reduzieren. Manchmal müssen gezielt Antibiotika eingesetzt werden, aber auch Behandlungen mit Einfüllen von Wirkstoffen in die Harnblase sind manchmal möglich und sinnvoll.

    Interstitielle Zystitis

    Die Behandlung der interstitiellen Zystitis kann sehr schwierig sein, daher gibt es zahlreiche Behandlungen, welche versucht werden. Im Grundsatz gibt es zwei Komponenten, welche auf jeden Fall für die Therapie notwendig sind:

    • Eine regenerierende Behandlung zur Wiederherstellung der GAG-Schicht, der Schutzschicht in der Blase. Häufig eignen sich Substanzen am besten, welche über einen Einmalkatheter in die Harnblase eingefüllt werden. Eine solche Instillationstherapie wird typischerweise über einige Monate mit regelmässigen Füllungen durchgeführt. Alternativ gibt es auch Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, welche eingenommen werden können.
    • Die konsequente Verhinderung und Behandlung von Blaseninfektionen. Jede Blaseninfektion mit Bakterien verschlechtert die Situation. Eine chronische Besiedelung mit gewissen Bakterien, welche in den üblichen Urintests nicht nachweisbar sind, sind wahrscheinlich in vielen Fällen der Grund für eine interstitielle Zystitis.

    Ein wesentlicher Grund, weshalb die Behandlung einer interstitiellen Zystitis häufig wenig Erfolg bringt, ist die Tatsache, dass nicht ausreichend lange und konsequent behandelt wird. In schweren Situationen kann sich eine Therapie über Jahre hinziehen.

    Beckenbodensenkungen

    • Eine Beckenbodenphysiotherapie kann auch bei Senkungen zum Einsatz kommen. Damit können die Beschwerden nachweislich verbessert werden. Leider ist es bei Senkungen in der Regel nicht möglich, die Ausprägung des Vorfalls durch Training zu reduzieren.
    • Mit einem Pessar kann eine Senkung gestützt werden. Pessare sind Körper aus Silikon oder Schaumstoff, welche ähnlich wie ein Tampon in die Scheide eingelegt werden können. Es gibt je nach Art der Senkung zahlreiche verschiedene Modelle. Eine Pessar-Therapie gelingt nicht immer und eine Anpassung durch eine spezialisierte Pflegefachfrau ist sinnvoll, um ein geeignetes Modell in einer passenden Grösse finden zu können. Obwohl ein Pessar grundsätzlich als langfristige Behandlung möglich ist, wird diese Therapie häufig als vorübergehende Möglichkeit bis zu einer Operation eingesetzt.
    • Eine Operation kann eine Beckenbodensenkung in den meisten Fällen dauerhaft korrigieren. Senkungsoperationen haben bei korrekter Auswahl und Durchführung ein sehr gutes Verhältnis von einer hohen Erfolgsrate und geringen Operationsrisiken. Grundsätzlich kann vom Bauch her per Bauchspiegelung (Laparoskopie) oder von der Scheide her operiert werden. Die sog. "laparoskopische Sakrokolpopexie", eine Befestigung mit einem Kunststoff-Netz per Bauchspiegelung bringt sehr gute Ergebnisse, insbesondere auch in Bezug auf die Sexualität. Eingriffe von der Scheide her kommen in speziellen Situationen infrage. In diesem Zusammenhang ist es ganz wichtig zu unterscheiden, dass Kunststoff-Netze nur per Bauchspiegelung aber niemals von der Scheide her eingelegt werden sollten, denn die sog. "vaginalen Netze" verursachen extrem hohe Komplikationsraten.

    Wann sollen Sie sich melden?

    Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn Sie sich dann bei uns melden, wenn Sie Beschwerden im Bereich Harnblase oder Beckenboden haben, welche Sie in dem Ausmasse stören oder einschränken, dass Sie etwas dagegen unternehmen möchten.

    Wenn es um Beckenbodenprobleme geht gibt es zwei wichtige Grundsätze:

    • Beckenbodenbeschwerden sollen in der Regel nur dann behandelt werden, wenn sie stören!
    • Es ist nie zu spät bzw. niemand ist zu alt um Beckenbodenprobleme zu behandeln!

    Melden Sie sich also, wenn Sie Beschwerden haben, die sie stören und für die Sie eine Lösung wünschen. Wir beurteilen und besprechen Ihre individuelle Situation gerne mit Ihnen und schlagen Ihnen vor, welche Behandlungen wir für sinnvoll halten. Sie sind völlig frei in der Entscheidung, ob, wann und welche Behandlung Sie durchführen lassen möchten.

    Urotherapie: Konservative Wege zur Besserung

    Viele urogynäkologische Beschwerden lassen sich ohne Operation erfolgreich behandeln. Unsere spezialisierte Urotherapeutin Stephanie Zwick begleitet Sie bei Inkontinenz, Senkungsbeschwerden und chronischen Blasenproblemen mit Expertise und Empathie. Von der professionellen Pessarberatung bis hin zur modernen Nervenstimulation (PTNS) – wir finden die Therapie, die zu Ihrem Alltag passt.

  • Weiterführende Informationen

    Auf meinen YouTube-Kanal finden Sie verschiedene Videos, welche diese Themen genauer erklären.

    YouTube Video Beckenboden-Senkungen

    Eine Übersicht über die verschiedenen Formen der Beckenbodensenkungen.

    YouTube Video Beckenboden-Senkung behandeln ohne Operation

    In diesem Video geht es um die nicht-operativen Behandlungsmöglichkeiten.

    YouTube Video Beckenboden-Senkungen Operationen

    Erklärung der möglichen Operationen bei Senkungszuständen.

    YouTube Video Beckenboden-Senkungen vaginale Netze Gefahr

    Die Kunststoff-Netze, welche von der Scheide her eingelegt werden, verursachen viele und gravierende Komplikationen und sollten nicht mehr verwendet werden.